25 August 2008

Der entscheidende Moment

Der entscheidende Moment


Auf den entscheidenden Moment warte ich seit 30 Jahre...
Am Anfang (irgendwann in den Siebzigern) dachte ich: "Wenn ich nur ein Nikon haben würde...". Nach eine F2 kam dann eine FE, FM2 - bis schließlich eine D700 wurde. Der Moment war immer noch nicht da.
Nach der erste 135er Tele folgte eine Weitwinkel, danach eine 300er. Danach kamen Zooms, Macros... Alle Gläser haben mir viel Spaß bereitet aber den entscheidenden Moment nicht gebracht...
Dem ersten gescannten Film folgte eine Photoshop (es war 3.5) und danach eine Fotoscanner. Wieder war der entscheidende Moment nicht da...
Irgendwann in den Achtzigern dachte ich: "Schluss mit der Geknipse, jetzt wird Zielorientiert fotografiert und zwar Schwarz-Weiß". Qualvolle Zonnensystem-Exzesse folgten, aber der entscheidenden Moment war immer noch nicht da...
Heute betreibe ich diese Blog, meine Bilder stehen (fast) alle in Internet (dresdentango.de). Habe einiges über Fotografie gelernt.
Ich denke der entscheidende Moment kommt bei mir immer dann, wenn ich eine Foto machen muss. Wann ich zum ersten mal diese Notwendigkeit zu fotografieren verspürt habe, kann ich nicht sagen. Für mich ist das Gefühl "JETZT MUSS ICH AUF DEN AUSLÖSER DRÜCKEN" entscheidend. Nur mit diesen Gefühl finde ich Erfüllung in der Fotografie. Das ist, was ich als "Spaß zu fotografieren" bezeichne. Dabei spielt Technik (Kamera, Objektive, Schwarz/Weiß oder Bunt) keine bedeutende Rolle. Auch Motive und Situationen sind unwichtig. Alles passiert bei mir in Kopf. Die Gedanken über Brenneweite/Blende/Zeit/ISO, Komposition, Farbgestaltung u.s.w. sind zwar wichtig, ohne das Bedürfnis zu fotografieren nicht sehr hilfreich. Ohne das Gefühl "JETZT...DRÜCKEN" sind die Fotos zwar technisch (gestalterasch, kompositorisch) gut, es fehlt das gewisse etwas. Sie sind nicht in den entscheidenden Moment gemacht worden...
Es tut mir Leid, ich kann nicht sagen wann und warum bei mir der entscheidende Moment kam bzw. kommt. Ich habe ihm aber öfters verspürt...
Wenn Du mehr über diese Thema erfahren möchtest, dann guck die Blogparade von Martin Gommel "Der entscheidende Moment". Hier geht es u.a. über das gleichnamigen Buch von Joe Mcnally. Ich kenne das Buch nicht und weiß nicht wann Joe McNally entscheidende Momente erlebt hat, ich kann nur über mich schreiben :)


15 August 2008

Fotos Organisieren

Ich bin durch Martin Gommel von kwerfeldein.de auf die Blogparade von Rajue’s aufmerksam geworden.

1. Auf wie vielen Datenträgern speicherst Du Deine Fotos?
Ich speichere meine Fotos auf einen NAS (Network Attached Storage) mit insg. 1TByte RAID (redundant array of inexpensive disks). Ein NAS-Gerät kann man sich aus einen alten Rechner basteln und als Betriebsystem eine angepasste Linux (freeNAS ) installieren. Selbstverständlich kann man sich auch einen vertigen Gerät kaufen, die Kosten sind nicht groß und das Installationaufwand minimal. Das Vorteil bei RAID ist, dass man unterschiedliche Platten nutzen kann (auch kleinere und ältere Modelle) und die dann in laufenden Betrieb einzeln auswechseln kann (die Daten werden ja redundant gespeichert). Ich habe mir gleich einen RAID-Controller bei der Bucht ersteigert und dadurch das Performance von meine RAID-Array nochmals gesteigert.
Das NAS-Gerät kann man natürlich auch für andere Zwecke nutzen - Druckerserver, Medien-Server (Musik und Video), Router ins Internet, Mailserver usw. Da die Festplatten über lokalen Netzwerk angesprochen werden, hängt der Datendurchsatz von der Qualität der Netzanbindung ab. Als Faustregel gilt: bei eine LAN (100MB/s) kann man den NAS mit eine schnelle USB 2.0 Festplatte vergleichen; bei einen WLAN kann man den NAS als Backup-Medium nutzen, eine online-arbeiten ist qualvoll :)
Und klar, der Nachteil ist, dass so einen NAS auch Strom frisst und laut ist...

Mag sein, dass jetzt alles ein wenig professionell klingt, ist aber nicht so schlimm. Falls Fragen das sind, bin ich jederzeit bereit Hilfe zu leisten :)

2. Wie regelmässig machst Du Backups?
Da meine Fotosauf die o.g. RAID-System liegen ist eine Datenverlust nur bei einen gleichzeitigen Ausfall von 2 oder mehrere Festplatten bzw. der RAID-Controller denkbar. "Wichtige" Fotos kopiere ich nochmals bei Bedarf auf eine Externe USB Festplatte. Eine Archivieren auf CD/DVD's habe ich aufgegeben - nach ca 8 Jahre sind die CD teilweise nicht mehr lesbar, DVD's - nach ca. 4 Jahre.

3. In welchem Format speicherst Du Deine Fotos?
ich fotografiere nur im RAW. Die bearbeitet Fotos belasse ich als PSD-Dateien. Wie oben gesagt wichtige Fotos archiviere ich auf eine externe USB-Platte - dort werden die RAW's nach DNG konvertiert, die PSD nach JPEG und in beiden werden die entspr. Profile eingebettet.

4. Welche Ordnerstrukturen oder Dateinamen verwendest Du?
JJJJMM - für RAW-Daten die ich täglich schieße
JJJJMMTT-Irgendwas - für konkrete Shootings
Portfolioname - für meine Portfolien
Für eine Definition von Shootings und Portfolien s. Regelmässig und zielgerichtet fotografieren

5. Wie indizierst Du Deine Fotos?
Tags und Metadaten mit Bridge vergeben

6. Welche Software setzt Du ein?
Photoshop/Bridge
RoboCopy als Sync- und Backup-Werkzeug

Wer selbst an der Blogparade teilnehmen möchte, kann hier einen Kommentar hinterlassen oder einen eigenen Artikel schreiben und ein Trackback senden.

12 August 2008

Regelmässig und zielgerichtet fotografieren

Martin Gommel hat wieder mal ein interessantes Beitrag über "Dein Foto Thema" geschrieben. Dort geht um den Verhalten von Hobby-Fotografen (das Rumgeknipse von alles was man sieht, Problemme mit den Krativität u.s.w.)
Ob man sich aber gleich für ein ein Thema/Genre für seine ganze "fotographische Zukunft" entscheiden muss, das bezweifele ich ein wenig. Klar, man soll sich Ziele setzen, diese können aber (relativ häufig) wechseln. Schließlich ist man ja kein Profi und muß man mit Fotografie kein geld verdienen...
Durch den regelmäßge Themenwächsel kommen auch relativ viele schlechte Bilder zustande, aber auch ein Paar gute. Dadurch lernt man viele Gebiete der Fotografie kennen und probiert was für einer am interessanteste ist. Schließlich werden auch die schwierigste Super-Insekten-Makros eines tages nur eglich wirken und die niedlichsten Kätzchen werden langweilig.
Wenn man eines Tages merkt, dass man nur Akt machen möchte, dann ist es auch gut :)
Und irgendwann sieht man auch, dass die bunte, stylische, krasse, boah- Fotos aus den Web nicht das ganze Wahrheit sind... Da hat man aber schon seine eigen Still gefunden und guckt immer weniger die bunte Bilder auf flickr & co.
Was für mich wichtig bei der Artikel von Martin war, ist die bestätigung von meine Metode "regelmässig und zielgerichtet". Hier möchte ich ein wenig erzälen wie meine Foto-Amateur-Alltag aussiet. Ich habe mitr in laufe der Zeit folgende Schema ausgearbeitet:
  1. Wochentlich eine Shoooting - unter Shooting verstehe ich eine intensive Bescheftigung für mindestens 2 Stunfen. Sonntagsspaziergänge und ähnliche Familienausflüge/-feier sind keine Shootings (da werden Erinerungsfotos geschossen). Gemeinsamme Unternehmungen mit Partner/-in zählen auch nicht als Shootings. Meistens bescheftige ich mich allene, selten habe ich einige Foto-Freunde mit. Es müssen nicht immer Shooting mit "Models" sein. Ich nehme mir bestimmet Orte, Stadtteile oder einzelne markante Gebäuden vor. In den kalten Jahreszeiten finden meine Shooting zu Hause - dort baue ich mich in eine Ecke ein Stilleben (ein Paar getrocknete Blummen, ein Paar Steine, ein Paar alte Blitzgeräte).
    Wichtig sind zwei Sachen: man geht hin (oder man baut was auf) mit den einzige Ziel zu Fotografieren und man hat ein "Plan"
    Die ergebnisse von diese Shootings präsentiere ich meistens in meine Photo-Blog (dresdentango.de)
  2. Alle 2-3 Monate eine Portfolio - unter Portfolio verstehe ich 10-20 zusammenhängende Fotos, die besonders gut gelungen sind. Meistens sind solche Portfolios Ergebnis von organisierte Shooting, wo ich mit Models gearbeite. In gegensatz zu den Fotos die auf meinen Foto-Blog präsentiert werden, stellen die Portfolios eine Reihe logisch zusammenhängende Fotos. Die Portfolios werden auf meine Home-Seite präsentiert
  3. Einmal in Jahr fertige ich eine Foto-Mappe an - unter Foto-Mappe verstehe ich eine Sammlung von gedruckte (geprintete) Fotos. Es sind Prints auf hochwertige Papier (20x30 oder 30x40) die entspächend präsentiert werden (auf Paspartu und in eine schöne Mappe bei monochrom gekauft). Diese Mappen dienen als Presentationsmedium.
Ja, so versuche ich es zu machen. Auf diese Art und Weise erfühle ich meine zwei Anforderungen "regelmässig und zielgerichtet". Ich weiß, nicht jeder hat ein mal in der Woche 2 Stunden Zeit. Wenn man aber ein Sport treibt, trenirt man auch wochentlich. Mit der Fotografie ist nicht viel anders - mann versucht immer besser zu werden und man will das erreichte Form halten. Wenn man von lauter Stress nicht weißt wo man die 2 Stunden nemehn soll, könte man versuchen sich die Zeiten zu notieren, die man vor den Ferseher verbringt :) Bemerkungen und Komentare bei flickr & co schreiben bringen einer auch nicht viel weiter...

11 August 2008